Herbst – Das Farbenspiel der Natur

Die nun bevorstehende Jahreszeit gilt farblich als die Schönste: Der Herbst. Die Bäume verlieren ihre bunten Blätter, das Licht ist golden am Morgen wie am Abend und der Nebel wabert oft in den frühen Morgenstunden durch die Täler und Landschaften.

In diesem Blogeintrag geben wir ein paar Inspirationen und Tipps, wie diese wunderbare Jahreszeit auf Film stimmungsvoll aufgenommen werden kann. Im Fokus steht dabei der Kodak Ektar 100, ein Film, der 2008 von Kodak vorgestellt wurde und durch eine sehr hohe Farbsättigung und einen hohen Kontrast glänzt.

Kodak Ektar 100 – Farben & Kontrast für stimmungsvolle Bilder

Der Kodak Ektar 100 ist wie für den Herbst gemacht. Er besitzt die wunderbare Eigenschaft, dass die Sättigung und der Kontrast bei vorhandenem flauen Licht beibehalten wird. Während andere Filme bei flachem Licht zur Zurückhaltung neigen, zeigt sich der Kodak Ektar 100 von seiner besten Seite: Knackige und sehr stimmungsvolle Bilder bei wunderbarer Farbgebung sind das Ergebnis.

Handhabung Belichtung – ein paar wertvolle Hinweise

Der Kodak Ektar 100 hat echte 100ASA. Auf diese sollte auch genau belichtet werden. Ist das Licht schwach, raten wir zum Einsatz eines Stativs. Das ermöglicht bei Landschaftsaufnahmen ein Abblenden für eine ausgedehnte Schärfentiefe, und andererseits vermeidet der Einsatz eines Stativs eine verwackelte Aufnahme, weil die Belichtungszeit nahezu frei gewählt werden kann, ohne das sich der Fotograf bei knappen Licht auf eine zu kurze Belichtungszeit einigt, die oftmals auch in einer Unterbelichtung endet.

100ASA sind in der freien Natur bei schwachem Licht recht knapp. Wer kein Freund eines Stativs ist hat aber die Möglichkeit stimmungsvolle Aufnahmen mit einer Festbrennweite bei offener Blende zu machen. Ein hochqualitatives Objektiv erzeugt dabei ein stimmungsvolles Bokeh, dass seinen Reiz hat.

Bild1: Mittels Automatik gemessen: Resultat: korrekte Lichter, aber abgesoffene Schatten.
Bild2: Gleiche Lichtstimmung, ähnliches Motiv: Gemessen mittels Handbelichtungsmesser für eine komplette Zeichnung von den Schatten bis in die Lichter.

Belichtungshinweise (allgemeingültig, nicht nur für den Kodak Ektar 100)

Wir verarbeiten viele Filme die mittels Vollautomatik belichtet wurden. Hierbei ergeben sich leider einige Nachteile: Wird beispielsweise eine Waldlichtung mit dominant hellem Himmel mittels Automatik belichtet, so wird der interne Belichtungsmesser irritiert und die Kamera blendet ab. Das Resultat ist ein korrekt belichteter Himmel, aber ein völlig unterbelichteter Vordergrund.

Eine solche Aufnahme kann stimmungsvoll sein, oftmals ist das Gegenteil aber der Fall. Dabei verträgt Film ohne Probleme eine satte Belichtung. Tipp: manuell auf die mittleren Schatten messen. Das Resultat ist dann ein Bild mit voller Schattenzeichung UND wunderschöner Lichter!

Lichtmessung reicht völlig bei allen C41 Farbfilmen

Wir können es leider nicht oft genug betonen: Täglich verarbeiten wir liebevoll Eure Filme und stellen dabei fest, dass das Thema Belichtungsmessung viele Fragen aufwirft. Bei älteren Kameramodellen funktioniert der interne Belichtungsmesser nicht mehr hinreichend genau, sodass in diesem Fall der Film oft eine Blende und mehr unterbelichtet wird.

Wie oben schon erwähnt, taugt die interne Vollautomatik auch nur bedingt, weil eine sehr helle Stelle im Motiv diesen völlig überfordert und eine Fehlbelichtung ebenfalls vorprogrammiert ist. Dabei ist es aber doch so einfach:

  • Ein Handbelichtungsmesser ist das A. und O. einer korrekten Belichtung (eine Ersatzmessung mit dem internen geht natürlich auch!)
  • Gemessen wird per Lichtmessung, ohne das die Kalotte direkt ins Sonnenlicht gehalten wird (siehe Bild hier oben)
  • Der Belichtungsmesser ist leicht geneigt zum eigenen Körper zu halten
  • Die somit ermittelten Werte für Blende und Zeit sind im <M> Modus der Kamera zu übernehmen
  • Lieber einen C41 Negativfilm überbelichten, jedoch niemals unterbelichten -> grobes Korn, Rauschen und flaue Farben sind sonst das Resultat. Beim Kodak Ektar 100 aber nicht übertreiben mit der Überbelichtung. 400er Portraitfilme vertragen locker eine oder zwei Blenden mehr, siehe auch unseren Blogeintrag zum Pastell-Look: http://www.meinfilmlab.de/der-pastell-look/
  • Nicht auf die Lichter achten! In der Digital- und Diafotografie sind die Lichter wichtig und nie aus den Augen zu verlieren, bei C41 Farbfilmen ist es völlig anders! Konzentriert euch lieber auf die Schatten und Mitten.

Nachfolgend einige Bildbeispiele, aufgenommen mit Kodak Ektar 100, 35mm und Mittelformat.

Kodak Ektar 100 - bei uns im Shop erhältlich

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