Sommerfest 3.0 - 26. Mai 2018

Analoge Kultur erleben

(Bild: Karoline Kirchhof)

Vor vier Jahren starteten wir ein Wagnis, ohne zu wissen, wohin die Reise führt. Es war das Knistern, wenn eine Nadel die Schallplatte berührt. Es war das Lüftergeräusch des Diaprojektors in der Stille eines dunklen Raumes. Es war das reelle Erleben der Fotografie, einen Film in die Hand zu nehmen und auf 36 Bildern etwas zu kreieren, das wirklich war. Limitiert zu sein.

Es war ein Rückblick in die analoge Vergangenheit und das Bedürfnis etwas zu schaffen, das diese Gefühle, Erinnerungen und Erlebnisse von damals wieder präsent werden ließ.

Vor vier Jahren konnten wir nicht ahnen, dass eine analoge Renaissance weltweit startete. Und nicht nur das, es formte sich eine globale analoge Kultur. Abseits der digitalen Schnelllebigkeit, jenseits des enormen und schnellen Konsums.

Die analoge Kultur vermittelt den gemeinsamen Austausch. Sie stützt eine Entschleunigung, nach der sich viele Menschen heute sehnen. Sie schafft fühlbare Werte, Kunst. Dabei ist die Thematik völlig egal. FineArt, Dia, hipster – das Ergebnis und die Einstellung zählt. Sich mit handwerklichen Dingen auseinandersetzen, sie zu erleben. Etwas formen und kreieren. Ein Ergebnis zeigen, in die Hand nehmen, diskutieren und rezensieren, das ist analoge Kultur.

Und es geht weiter: Kodak bringt neue Filme auf den Markt. Foto Impex vergrößert die Produktion. Neue analoge Stile werden entdeckt und geschaffen. Künstler formen sich und völlig neue Gruppen entstehen. Junge Fotografen, die in der digitalen Zeit aufgewachsen sind, finden zur analogen Fotografie und bereichern diese mit ihren eigenen und teils neuen Ideen.

Bild: Maximilian Heinrich


 

Das Programm

Lernen

Namhafte deutsche Fotografen & Fotografinnen referieren über analoge Themen, zeigen Bilder und stehen zur Diskussion.

Begegnen

Austauschen – kennenlernen – diskutieren – Bilder zeigen. Wir bieten Raum und Zeit für Begegnungen.

Betrachten

Unser Programm wird durch kleine Ausstellungen, Portfolios und Vorträge abgerundet. Wenn bis dahin verfügbar, zeigen wir eine kurze Diashow des neuen Kodak Ektachroms.


 

Referenten

Thomas Böttcher

Seit Jahrzehnten bereichert er die Fotografie mit eigenem Stil. Er nutzt verschiedene Kamerasysteme und Filme. Von FineArt bis Lomography beherrscht Thomas seine persönlichen Perspektiven.

Themen:

  • NewYork mit Portra 400
  • Island mit E6 Cross

Angelika Krinke

Sie liebt FineArt Fotografie auf Film. Dabei nutzt Angelika ihre Contax und Mittelformatfilme. Die Leuchtkraft der Farben und das Einfangen von Emotionen auf dem Gebiet der Portrait- und Hochzeitsfotografie ist ihre Stärke.

Thema:

  • FineArt Hochzeiten auf Film

Maximilian Heinrich

Fashion- und Beautyfotografie in Schwarzweiß sind die Schwerpunkte von Max. Seit Jahren arbeitet er für namhafte Agenturen und setzt sein Können mit seinen Mittelformat- und Kleinbildkameras um.

Thema:

  • Schwarzweiß Portrait- und Fashionfotografie

Peter Bongard

Peter Bongard ist Journalist und arbeitet als Öffentlichkeitsreferent bei der Evangelischen Kirche. Sein jüngstes Projekt „Mein zweites Ich“ zeigt Menschen mit psychischen Erkrankungen, die völlig neue Seiten an sich entdecken.

Thema:

  • Veränderungen

Daniela Benzin

Daniela liebt die analoge Fotografie und arbeitet im Bereich der alternativen Fotografie. Beauty, Retusche und Entstellung gibt es bei ihr nicht. Dafür glänzt ihr Portfolio mit emotionaler Überzeugung und authentischen Bildern.

Thema:

  • Portrait & Aktfotografie

Conny Eisfeld

Wilde Farben, Lichtlecks, Kratzer und Unschärfen. Die Lomography ist die abstrakte und verschrobene Linie der Film-Fotografie.

Thema:

  • Lomography

Jörg Bergs

Der Gründer von MFL ist passionierter FineArt Fotograf, der seine Bilder archivsicher auf Barytpapier in der Dunkelkammer vergrößert. Stille Landschafen sind sein aktuelles Thema.

Thema:

  • FineArt Landschaftsfotografie

Ivan Slunjski

Der Gastautor zum Cinefilm Bericht ist Mitglied eines jungen Streetfotografie Kollektivs in Frankfurt am Main, zu dem noch 5 weitere Fotografen aus dem Rhein/Main Gebiet zählen.

Themen:

  • Street
  • Cinefilm

 

Ehrengast

Karl Peters (80)

Der gebürtige Dürener fotografierte zwischen den 1960er bis in die frühen 2000er Jahre. Seine großformatigen Abzüge stammen vom 35mm Kleinbildfilm oder 6x6 Mittelformatdia. „Mein Stil erinnert an die Becher-Schule Düsseldorf. Alles ist sehr minimalistisch, und die Farbflächen wirken im Zusammenspiel„.

Karl studierte an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. Steinert.


 

Wann und Wo

Datum: 26. Mai 2018

Uhrzeit: 10 bis 17 Uhr

Adresse: Pfarrheim Gey, Friedhofstraße 17, 52393 Hürtgenwald

 

Es sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Eine Bushaltestelle ist in unmittelbarer Nähe.


 

Teilnahme und Kosten

Wir begrüßen zum Sommerfest jeden Teilnehmer, der sich für analoge Kultur interessiert. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten lediglich um eine kurze Mitteilung per Mail an office@meinfilmlab.de, damit wir das Fest im voraus bedarfsgerecht planen können.

Bild: Angelika Krinke

Bild: Arthur Litau

Bild: Peter Bongard

Foto: Thomas Böttcher

Bild: Jörg Bergs

Bild: Daniela Benzin

Bild: Conny Eisfeld

Bild: Maximilian Heinrich

Bild: Ivan Slunjski


 

Das Fotografieren während des Sommerfestes ist ausdrücklich erlaubt. Mit dem Besuch willigst Du/Sie ein, fotografiert und evtl. später in den Medien veröffentlicht zu werden. Die Bildrechte liegen bei dem jeweiligen Fotografen. Fotos auf dieser Seite: Peter Bongard, Angelika Krinke, Thomas Böttcher, Jörg Bergs

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